Einsamer Sessel

DETAILS ZUM PRODUKT
    • BILDERRAHMEN: Klassisches Rahmenprofil, Echtsilber-Handvergoldungstechnologie
    • KÜNSTLER:  FeLugossy László  (Kecskemét, HU 1947-)
    • JAHR: 1995
    • TITEL: Einsamer Sessel II.
    • TECHNIK: Kohle-Papier
    • BILDMASS: 21,5 cm x 30 cm
    • AUSSENMASS: 36,5 cm x 45,5 cm
    • TYP: Unikat (single piece)
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Zu Beginn studierte er Fotografie. Neben der bildenden Kunst beschäftigt er sich auch mit Film, Literatur und Musik. Er ist Mitbegründer des Vajda Lajos Studios in Szentendre und war von 1980 bis 1986 Mitglied der Band A.E. Bizottság. 1983 gründete er die gelegentliche Theatergruppe Inkaszámtan, mit Freunden gründete er zudem die Musik-Performance-Gruppen Új Modern Akrobatika (1985–1992) und die Band Batu Kármen. Seit seinem 17. Lebensjahr widmet er sich der bildenden Kunst. Mitte der 1960er Jahre gründete er zusammen mit István ef Zámbó in Kecskemét einen Klub, in dem sie Ausstellungen, literarische Abende und Beat-Konzerte organisierten und selbst daran teilnahmen. Aus dieser Zeit entstand auch die Idee der zwischen 1968 und 1977 in Szentendre veranstalteten Freiluftausstellungen.

Während seiner frühen Jahre in Kecskemét hatte die Malerei von Menyhért Tóth großen Einfluss auf ihn. Ab Anfang der 1970er Jahre stellt er regelmäßig aus. Seine Vorstellungen von moderner Kunst erweiterte er durch Experimente mit intuitiven künstlerischen Ausdrucksformen. Er arbeitet mit Collagetechniken, zeichnet, malt, appliziert Fotografien, produziert Videofilme und schreibt poetische Texte. In seinem Werk sind bildkünstlerischer Ausdruck, Poesie, Musik und vielfältige kreative Tätigkeiten eng miteinander verwoben.

In seiner frühen experimentellen Phase wurde die freie, natürliche und spontane Ausdrucksweise zum prägendsten Merkmal seines künstlerischen Schaffens. Sein bildnerischer Reichtum an Fantasie und Ideen macht es schwierig, seine Arbeit in klar getrennte Epochen zu unterteilen, höchstens lassen sich aus technischer Sicht bestimmte Werkzyklen (wie die Serie „Finom“, „Azonos lények“ oder „különféle szenvedések“) unterscheiden.

Er ist ein typischer Vertreter der osteuropäischen Underground-Avantgarde, der in Haltung, Qualität und Erscheinungsform gleichermaßen darauf abzielt, neue Kunstobjekttypen zu schaffen. Häufig arbeitet er in einem vereinfachten, neoprimitivistischen Stil, doch innerhalb seiner Kunstexperimente, die traditionelle Genres sprengen, sind auch Klanggedichte, „Rohfleisch-Kompositionen“, Happenings, Performances, Readymades, Objekte und Environments zu finden, die seine Vielseitigkeit zeigen.

Sein Stil verbindet häufig die direkte Objektkultik des Pop-Art mit der expliziten sexuellen Symbolik von Graffiti. In der ungarischen Kunst präsentiert er mit einzigartiger Ehrlichkeit – frei von Illusionen und Scham – die offensichtlichsten Dinge, die typisch für die realistisch existierenden, in der Entwicklung zurückgebliebenen osteuropäischen Gesellschaften sind.

Aus der charakteristisch erdverbundenen bäuerlichen und kleinbürgerlichen Welt, dem entleerten Folklore-Erbe und dem zweitklassigen Modernismus erschafft er ein eigenständiges, assoziationsreiches Universum (z. B. „Háztáji szeánsz“, „Nemzetközi haldokló“). Statt ein einzigartiges Kunstwerk zu schaffen, zielt er darauf ab, die verborgene Kraft der Objekte sichtbar zu machen.

In den banalen Gegenständen der heruntergekommenen Vorstadtenvironment, in den Tieren im Hinterhof, der Küche, der Plastiktüte, den kalt flackernden Neonröhren, der zerrissenen Folie oder dem nagelneuen, glänzenden Aluminium-Wassereimer sucht er archaische Werte. Aus den Abfällen des Alltags erschafft er ritualisierte Klischeesituationen, die den kultisch-mythologischen Assoziationen der Dritten Welt nachempfunden sind.

In seiner Kunst können die Assoziationen zu materiellem Ballast sowohl als Mythos als auch als Gegenmythos verstanden werden. Die Mischung aus Symbolen und Banalitäten, ihre vernachlässigte Vulgarität und chaotische Zusammenstellung stellt der Künstler schonungslos, doch liebevoll, locker und zugänglich vor.

Im Unterschied zu seinen dadaistischen Vorgängern Tristan Tzara und Marcel Duchamp möchte er nicht provozieren, sondern wirken, indem er die unsichtbaren Dimensionen des Lebens sichtbar macht.

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